Die Inanspruchnahme von Unternehmensberatung ist heute zu einem ganz selbstverständlichen Bestandteil der Wirtschaftswelt geworden. Die Nachfrage seitens Industrie, Wirtschaft und Verwaltung in Deutschland steigt nicht nur aufgrund der wachsenden Komplexität und der voranschreitenden Globalisierung kontinuierlich an. Wie sich die Einkommensstruktur von Unternehmensberatern entwickelt, untersuchte der BDU in seiner Studie zur Vergütung von Unternehmensberatern und von freien Mitarbeitern.

In seiner 80 seitigen Studie stellt der Bund Deutscher Unternehmensberater e. V. die Vergütung der Unternehmensberater anhand relevanter Kennzahlen aus den Bereichen: Vergütungsstruktur, Brutto-Festgehalt, erfolgsabhängige Bezüge, Nebenleistungen, Gesamtvergütung und Vergütung freiberuflicher Mitarbeiter dar. Die Daten, die als Grundlage der Studie dienen, wurden in einer schriftlichen Marktbefragung (via Fragebogen) durch den BDU e. V.  im Zeitraum Juli bis September 2012 erfasst. Von insgesamt 9.500 versendeten Fragebögen konnten 193 in die Auswertung einbezogen werden.

An der Untersuchung nahmen Unternehmensberatungen aller vier Schwerpunkte: Strategieberatung (31 %), Organisation- und Prozessberatung (45 %), IT-Beratung (15 %) und Human-Resources-Beratung (9 %) teil. Die Beratungsunternehmen wurden einerseits nach der Höhe ihres in 2011 erzielten Jahresumsatzes in 6 verschiedene Umsatzklassen gestaffelt. Andererseits wurden auch die Hierarchiestufen: Partner, Manager, Consultant, Junior-Consultant in den Blick genommen.

Ein Blick auf erste zentrale Ergebnisse

In einem ersten Ergebnis wurde festgestellt, dass die Höhe der Festgehälter in der Unternehmensberatungsbranche innerhalb der Hierarchieebenen zum Teil ganz erheblich variiert. Das Festgehalt der Partner großer Unternehmensberatungen lag mit rund 213.000 Euro im Jahr deutlich höher als in den anderen Umsatzklassen. Er sinkt von 135.500 Euro in der Umsatzklasse ‚5 Millionen bis 25 Millionen‘ stetig bis auf 85.000 Euro in der Umsatzklasse ‚unter 500.000 Euro‘. Allerdings spielt nicht nur die Höhe des Jahresumsatzes eine Rolle, sondern auch die Hierarchiestufe, auf der sich die Unternehmensberatung befindet. Grundsätzlich lässt sich feststellen: Auf Partnerebene fällt das Brutto-Festgehalt umso höher aus, je größer der Umsatz des jeweiligen Beratungsunternehmens ist.

Über den BDU e. V.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. ist der Wirtschafts- und Berufsverband der Management- und Personalberater in Deutschland. Er ist Mitglied im europäischen Personalberaterdachverband European Confederation of Search and Selection Associations (ECSSA) mit Sitz in Brüssel und im International Council of Management Consulting Institutes (ICMCI) mit Sitz in den USA. Im BDU e. V. sind derzeit rund 13.000 Berater organisiert.

Weitere Informationen

zum Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e. V. finden Sie unter: www.bdu.de

BDU-Studie zur Vergütung in der Unternehmensberatung