Immer mehr Menschen arbeiten bereits in der Cloud.

Seitdem 1969 die ersten vier Computer miteinander interagierten, hat das Internet zu tiefgreifenden Umwälzungen in vielen unserer Lebensbereiche geführt – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in unserem privaten Kommunikations- und Medienverhalten. Und die Entwicklung neuer Ideen im Zusammenhang mit der Internetnutzung ist ganz sicher noch nicht abgeschlossen. So hat beispielsweise vor einigen Jahren kaum einer daran gedacht, seine Daten online zu speichern. Heutzutage nimmt die Zahl derer, die via PC, Laptop, Smartphone oder Tablet auf ihre Daten im Online-Speicher zugreifen können, stetig zu. Cloud Computing heißt das neue Schlagwort.

„Cloud Computing“ – Was ist das?

Mit einer Wolke (englisch cloud) werden in Netzwerkdiagrammen nicht näher spezifizierte Bereiche dargestellt – daher die Namensgebung. Durch Cloud Computing können Nutzer von jedem Standort aus (einen Zugriff aufs Internet vorausgesetzt) auf die Infrastruktur eines Cloud-Anbieters zugreifen und sich Datenspeicherplätze mieten. So können sie ganz flexibel, wo und wann immer sie wollen, die eigenen, in der Cloud gespeicherten Daten bearbeiten. Das führt zu einer deutlichen Kostenersparnis und einer erhöhten Flexibilität in der Zusammenarbeit.

Cloud Computing für Firmen

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Cloud Computing immer häufiger in Unternehmen genutzt wird. Laut Cloud Monitor 2014, der von der Bitkom Research GmbH im Auftrag von KPM erstellt wurde, setzen mittlerweile fast zwei Drittel der ITK-Unternehmen in Deutschland Cloud basierte Lösungen ein. Aber auch mehr als die Hälfte der Finanzdienstleister und der Unternehmen aus dem Bereich Verkehr und Logistik nutzen Cloud Computing. Die Erfahrungen, die diese Firmen bisher sammelten konnten, waren überwigend positiv.  Allerdings, so ein Ergebnis des  Cloud Monitor 2014, hat die NSA-Affäre zu einer tiefgreifenden Verunsicherung der Internetnutzer geführt – insbesondere was die Online-Datenspeicherung betrifft.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass ca. 1/4 der im Cloud Monitor 2014 befragten Unternehmen einen Cloud-Anbieter aus Deutschland bevorzugt, und das selbst dann, wenn dieser mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Gerade die NSA-Affäre hat dazu geführt, dass  sich Nutzer mehr Gedanken über die Sicherheit ihrer Daten machen. Cloud-Anbieter mit  Servern, die sich ausschließlich in Deutschland befinden, sind da klar im Vorteil. Denn sie können ein höchstes Maß an Datenschutz und Sicherheit im Bereich Cloud-Computing bieten und sind jeder Zeit in der Lage, Auskunft darüber zugeben, wo sich Ihre persönlichen Daten gerade befinden.

Online-Speicher auch für Privatpersonen sinnvoll

Nicht nur für Firmen ist die Online-Speicherung und damit auch die Sicherheit der gespeicherten Daten von entscheidender Bedeutung. Denn zunehmend nutzen auch Privatpersonen den Online-Speicher in einer Cloud, um Bilder, Videos und Dokumente mit Freunden zu teilen, oder gemeinsam mit ihnen Zugriff auf die Unterlagen verschiedener Projekten zu haben. Daneben kann die Cloud auch als Back-up-Speicher genutzt werden – das weiß man spätestes dann zu schätzen, wenn die Festplatte kaputt ist.

Aber auch Privatpersonen ist die Sicherheit ihrer in der Cloud deponierten Daten wichtig. Viele kostenlose Cloud-Anbieter waren in den letzten Jahren Hackerangriff ausgesetzt und die NSA-Affäre tat ihr übriges. Im Ergebnis sind auch Privatpersonen vorsichtiger geworden und greifen auf Cloud-Anbieter aus Deutschland zurück. Datenschutz und Datensicherheit sind ein großes Gut, das man sich zunehmend auch mit einer monatliche Gebühr erkauft.

Was Sie von Ihrem Cloud-Anbieter erwarten dürfen

  • Gute Cloud-Anbieter klären Nutzer darüber auf,  wo (zum Beispiel auf einem Server in Deutschland) und wie ihre Daten gespeichert und gesichert werden.
  • Gute Cloud-Anbieter achten auch auf die Sicherheit der Übertragung (m Idealfall eine End-to-End-Verschlüsselung).
  • Gute Cloud-Anbieter bieten ihren Kunden kurzfristige flexible Anpassungen des Speicherbedarfs und ermöglichen jederzeit die unkompliziert Kündigung.
  • Gute Cloud-Anbieter bieten Transparenz über die Kontoaktivitäten und ermöglichen die Wiederhestellung  des Verlaufs, was immer dann wichtig sein kann, wenn mehrere Personen an einem Projekt arbeiten.
  • Gute Cloud-Anbieter ermöglichen via Online-Dateiansicht und Webinterface das Anschauen und Bearbeiten der Daten, ohne dass das jeweilige Programm auf Computer, Tablet oder Smartphone haben.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Speichern Sie Ihre Daten online? Nutzen Sie einen Cloud-Anbieter aus Deutschland?

 

Bildquelle Titelbild: geralt / pixabay.com

Cloud computing – Daten sicher im Online-Speicher