Wenn sich der Verdienst auf Grundlage der geleisteten Stunden bemisst, dann ist die Installation eines Systems zur Zeiterfassung vonnöten. So sind die geleisteten Stunden dokumentiert und Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben einen  transparenten Überblick. Dabei geht es aber nicht nur um die Überprüfung der Stundenkontingente der Mitarbeiter. Mit Hilfe von Zeiterfassungsmethoden können auch Fortschritte innerhalb von Projekten klar strukturiert dargestellt werden. In der heutigen Zeit lassen sich drei verschiedene Zeiterfassungsmethode unterscheiden: Stundenzettel,  stationäre oder mobile Zeiterfassung. In diesem Beitrag steht die Zeiterfassung via Stundenzettel im Mittelpunkt.

Stundenzettel – kostengünstig und selbsterklärend

Auf Stundenzetteln werden entweder vom Arbeitnehmer selbst oder von einer dafür autorisierten Person die Arbeitsstunden handschriftlich eingetragen und am Ende eines Monats von der Buchhaltung ausgewertet. Solch eine schriftliche Zeitnahme, bei der genau protokolliert wird, wann ein Mitarbeiter kommt, wann er geht und wann er Pause macht, ist fast so alt, wie die Arbeit selbst. Mit der Industrialisierung wurde die Zeiterfassung dann fast flächendeckend eingeführt und durch die Nutzung der „Stechuhr“ perfektioniert.

Mit Hilfe der schriftlichen Zeiterfassung können gerade in kleinen Unternehmen nicht nur die reine Arbeitszeiten aufgenommen werden. Vielmehr ergibt sich durch die Stundenzettel auch eine Möglichkeit, detailliert alle Arbeitsvorgänge mit der dafür benötigten Zeit festzuhalten. Im Ergebnis gut ausgefüllter Stundenzettel werden Pausenzeiten und unwirtschaftliche Arbeitsweisen deutlich. Sie bieten auch einen transparenten Überblick darüber, wie weit die verschiedenen Projekte fortgeschritten sind und ob sie innerhalb einer bestimmten, vorgegebenen Zeit erledigt werden können.

Allerdings können sich bei der Zeiterfassung via Stundenzettel auch Nachteile ergeben. Die Stundenzettel bestehen aus Papier und lassen – je nach Mitabeiterzahl – wahre Papierberge entstehen. Die „Bearbeiteung der Stundenzettel erfordert Zeit zum  Sichten und Prüfen, Lochen und Abheften.

Pflicht zur korrekten Angabe

Ein weiterer Nachteil kann entstehen, wenn Arbeitnehmer ihre Stundenzettel selbst ausfüllen und dabei etwas „großzügig“ sind und beim Beginn und Ende der Arbeitszeit und bei der Angabe der Pause ein paar Minuten zu den eigenen Gunsten „schummeln“. Allerdings sollte jedem Arbeitnehmer bewusst sein, dass es sich bei solch fehlerhaften Angaben im Zusammenhang mit der Zeiterfassung  aus rechtlicher Sicht um Urkundenfälschung handelt. Solch eine Urkundenfälschung wiederum räumt dem Arbeitgeber das Recht zur fristlosen Kündigung ein.

 

Bildquelle Titelbild: geralt / pixabay.com

Zeiterfassung via Stundenzettel