E-Commerce Informationen vom Ideendetektiv.In meinem letzten Kurzbeitrag unserer E-Commerce Infos bin ich der Frage nachgegangen, ob und wie das Angebot der Zahlungsarten helfen kann, die Anzahl der Bestellabbrüche in Onlineshops zu reduzieren. Heute steht eine andere Frage im Mittelpunkt: Können Kunden in Ihrem Onlineshop nur als registrierter Kunde bestellen? Oder ermöglichen Sie auch Bestellungen über ein Gastkonto? Welchen Einfluss hat diese Entscheidung auf die Anzahl der Bestellabbrüche? Dieser Frage will ich im heutigen Kurzbeitrag auf den Grund gehen. Die Antwort ist eindeutig!

Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass es potenzielle Käufer massiv abschreckt, wenn sie nur als registrierte Kunden in Onlineshops bestellen können. Viele Kaufinteressenten wollen  bei einer Erst- oder Einmalbestellung kein Kundenkonto anlegen und dabei eine Vielzahl persönlicher Daten preisgeben. Wenn das Anlegen eines Kundenkontos zwingend ist, bestellt der Kunde nicht! Er bricht den Bestellvorgang ab. Kein Problem beim Onlineshopping, denn: Der nächste Mitbewerber ist nur wenige Klicks entfernt. Aber dieses Risiko ist minimierbar, denn es gibt für Onlineshops eine einfache Lösung für dieses Problem: die Bestellung über ein Gastkonto.

Das Gastkonto

Mit einem Gastkonto bieten Sie Kunden, die kein eigenes Kundenkonto anlegen wollen, die Möglichkeit, bei jeder Bestellung nur so viele Daten anzugeben, wie zum Ausliefern und Bearbeiten der Bestellung notwendig sind, ohne dabei ein Kundenkonto zu erstellen. So kann der Kunde Sie kennen lernen und Vertrauen aufbauen. Das kann die Abbruchrate während des Bestellprozesses deutlich senken.

Das Kundenkonto

Viele  Shopbetreiber präferieren die Möglichkeit, dass der Kunde beim Eingeben seiner persönlichen Daten vor der Bestellung ein eigenes Kundenkonto eröffnen soll. Das bietet für einen Besteller, der häufiger in einem Shop bestellen möchte, administrative Vorteile. So kann er sich jederzeit in seinen persönlichen Kundenbereich im Shop einloggen. Dort kann er seine persönlichen Daten verwalten, seine letzten Bestellungen einsehen sowie deren aktuellen Status feststellen.

Bei zukünftigen Bestellungen muss der Kunde dann nur seine E-Mail Adresse oder seinem Benutzernamen und das selbst gewählte Passwort eingeben und erspart sich so das erneute Eingeben seiner persönlichen Daten. Diese Vereinfachungen erhöhen die Kundenzufriedenheit und helfen Ihnen dabei, Einmalkunden zu Stammkunden zu machen.

Mein Tipp:
Bieten Sie Ihren Kunden beide Möglichkeiten an,
wenn das technisch möglich ist.

Fazit

Überlassen Sie es Ihrem Kunden die Entscheidung, wie er bestellen möchte. Wenn Sie anstreben, dass Kunden ein Kundenkonto anlegen, sollten Sie Anreize schaffen. Bieten Sie den Kunden Vorteile, z. B. durch spezielle Rabatte oder versandkostenfreie Lieferung.

Alternativen

Einige E-Payment-Lösungen bieten weitere sinnvolle Alternativen, um Ihren Kunden die lästige Eingabe persönlicher Daten zu ersparen.

Bei PayPal Express z. B. werden alle wirklich notwendigen Informationen, die für die Bestellabwicklung erforderlich sind, direkt von PayPal an den Shop übergeben. Statt einer langwierigen Dateneingabe gelangen die Besteller, nachdem Sie das/die Produkt(e) in den Warenkorb gelegt haben, mit nur einem Klick auf den PayPal- Expresskauf-Button sofort zu Ihrem PayPal-Konto. Jetzt muss der Kunde sich nur noch bei PayPal anmelden, den Kauf bestätigen und gelangt anschließend sofort zur Kaufabschluss-Seite.

Mehr Infos zum Thema?

Lesen Sie auch meine vorherigen Beiträge über die Auswirkungen von

  1. irreführenden und widersprüchlichen Informationen
  2. und zu wenig Zahlungsarten

auf die Bestellabbrüche in Onlineshops.

Bestellabbrüche im Onlineshop reduzieren? Ermöglichen Sie Bestellungen über ein Gastkonto.
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