Dieser Beitrag wurde bereits am 06. 09. 2013 veröffentlicht. Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist daher möglicherweise nicht mehr auf dem neuesten Stand.


E-Commerce Informationen vom Ideendetektiv über mangelnde Übersicht in OnlineshopsIn den vorangegangenen Beiträgen zum Thema Bestellabbrüche habe ich Ihnen einen kurzen Einblick in mögliche Ursachen gegeben, denen Sie als Shopbetreiber eine verstärkte Aufmerksam widmen sollten. Mit der richtigen Strategie können Sie hohe Abbruchquoten deutlich reduzieren und so größeren und dauerhaften Umsatzeinbußen entgegenwirken. Ziel ist eine Optimierung der Benutzerfreundlichkeit Ihres Shops, damit Ihre Kunden das finden, was sie erwarten, bzw. was branchenüblicher Standard ist.

In diesem Beitrag gehe ich kurz auf die folgenden Punkte ein:

  1. eine fehlerhafte Suchfunktion,
  2. ein unübersichtlicher Bestellprozess,
  3. fehlende Angaben zur Lieferbarkeit und
  4. schlechte mobile Bestellmöglichkeiten.

Fehlende oder fehlerhafte Shopsuche

Viele Interessenten finden mit der Suchfunktion in einem Onlineshop nicht (sofort) das Produkt, was sie suchen – auch wenn dieses vom Shopbetreiber tatsächlich angeboten wird.  Oft reicht ein Tippfehler und das gesuchte Produkt wird in der Ergebnisliste nicht angezeigt. Oder das Produkt wird für den eingegebenen Suchbegriff weiter unten in der Liste angezeigt. Viele Besucher verlassen jetzt den Onlineshop und suchen bei einem Mitbewerber.

Achten Sie bei der Erfassung der Texte für den Produktnamen und die Beschreibung auf die Verwendung von Wörtern, die Ihre Kunden bei der Suche verwenden würden. Wenn möglich, aktivieren Sie im Shop die Volltextsuche.

Unübersichtlicher Bestellprozess

Dauert der Bestellvorgang zu lange oder ist unübersichtlich, führt dies ebenfalls zu vielen Abbrüchen. Der Besteller möchte ohne große Umwege sein Wunschprodukt bestellen können. Meist sind die Einzelschritte des Bestellvorgangs vom verwendeten Shopsystem vorgegeben. Sie orientieren sich i. d. R. an standardisierten Abläufen und sind auf wenige, thematisch getrennte, Einzelseiten verteilt. Eine Vorgehensweise, die sich bewährt hat und als Quasi-Standard verwendet wird. Hier zeichnet sich aber seit Kurzem ein neuer Trend in der Shopszene ab: der gesamte Kaufvorgang wird bei einigen Shops innerhalb einer einzigen Seite abgewickelt.

Meist  ist es aber die Struktur der Artikel und Warengruppen, die dem Interessenten das Bestellen in Shops vermiest. Hier kommt es auf eine klare Gliederung und Zuordnung der Artikel zu einzelnen Produktkategorien an. Dabei bieten moderne Shopsysteme schon heute die Möglichkeit, einen einzelnen Artikel mehreren Warengruppen oder Kategorien zuzuordnen.

Fehlende Angaben zur Lieferbarkeit

Bei Streifzügen durch Webshops stößt man immer wieder auf ein weiteres, durchaus vermeidbares Ärgernis: Ist das Produkt erstmal gefunden, will man wissen, ob es auch lieferbar ist. Aber in vielen Shops erfährt man dies erst, nachdem man sich mühsam bis zum Ende des Bestellprozesses durchgearbeitet hat. Wer seine Kunden zum Kauf motivieren will, sollte ihm diese wichtige Information nicht vorenthalten.

Erschwerte mobile Bestellung

Eigentlich sollte heute jeder Onlineshop seinen Kunden eine App oder eine mobile Bestellversion anbieten. Die üblichen Shopsysteme sind jedoch meist (noch) nicht optimiert für mobile Bestellvorgänge. Mobile Besteller erwarten eine hohe Benutzerfreundlichkeit und eine unkomplizierte Bedienung. Die erforderlichen Anpassungen sind i. d. R. nicht in den gängigen Shopsytemen enthalten und eine individuelle Programmierung ist meist aufwändig und teuer. Abhilfe können hier externe Lösungen bieten, die sich – ähnlich wie die bekannten E-Payment-Lösungen – immer dann in den Bestellprozess einklinken, wenn ein Kunde von einem mobilen Smartphone oder Tablet-PC  den Shop besucht.

Im nächsten Artikel dieser Inforeihe geht es um den Einfluss langer Ladezeiten und technischer Probleme auf die Bestellabbrüche.

Mehr Infos zum Thema?

Lesen Sie auch meine vorherigen Beiträge über die Auswirkungen von

  1. irreführenden und widersprüchlichen Informationen,
  2. zu wenig Zahlungsarten,
  3. keiner Bestellmöglichkeit als Gast und
  4. unvollständigen Kosten- und Kundeninformationen

auf die Bestellabbrüche in Onlineshops.

 

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Mangelnde Übersicht und fehlende Angaben können zu Bestellabbrüchen in Shops führen.
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