Dieser Beitrag wurde bereits am 08. 08. 2013 veröffentlicht. Das ist eine ganze Weile her. Der Inhalt ist daher möglicherweise nicht mehr auf dem neuesten Stand.


Erfolgreiche Blogger wissen:  die Kommentarfunktion von WordPress-Blogs wird gerne von Spammern für ihre Ziele missbraucht. Hierbei werden Links auf fragwürdige Seiten gesetzt. Diese, von Ihrem Blog ausgehenden Links, fließen in das Pageranking Ihrer Seite ein. Ihre Kunden oder Leser wollen sicher keine Links auf Schmuddelseiten in Ihrem Blog finden.  Das gilt es zu vermeiden. Dabei muss man unterscheiden zwischen manuellen und automatisierten SPAM-Kommentaren.

 Automatisch erstellte Kommentare fallen jedem erfahrenen Blogger sofort auf. Manuelle SPAM-Kommentare werden immer perfekter und somit häufig nicht sofort als SPAM erkannt. Meist sind sie auf den ersten Blick nicht von „echten“ Kommentaren eines Lesers zu unterscheiden. 

Manuelle SPAM-Kommentare tarnen sich

Vor einiger Zeit stellte ich in einem Blogartikel die Fanpage eines Kundenprojekts vor, wo ein Mittel zur Bekämpfung von Blattläusen an Rosen angeboten wird. Heute Nacht wurde dieser Artikel kommentiert. Hier ein Screenshot des Kommentars:

Kommentarspam tart sich oft geschickt als "echter" Kommentar

 

Auf den ersten Blick sieht der Kommentar eigentlich aus, wie der eines Lesers, der anderen Lesern sogar noch den Link http://www.shop.doctorplant.de zum Shop meines Projektkunden empfiehlt. Aber ist es nicht ungewöhnlich, dass der Link  aufgeführt wird? Das weckte meine Neugier und ich habe mir den Kommentar im Administrationsbereich von WordPress einmal genauer angeschaut:

Hier sieht man neben dem Kommentartext folgende weitere Informationen, die der Kommentierende beim Schreiben seines Kommentars abgegeben hat:

  1. Name
  2. E-Mailadresse
  3. Webseite
  4. IP-Adresse

In der Regel geben „normale“ Leser bei Kommentaren keine Webseite an. Tut man dies, wird der Name mit der angegebenen Webseite bei der Anzeige des Kommentars verlinkt. Das nutzen viele Suchmaschinenoptimierer, um „unsichtbar“ einen Link auf die gewünschte Webseite zu setzen. Natürlich finden die Suchmaschinen diesen Link. Schon ist ein weiterer Backlink für den Kunden gesetzt. Auftrag erledigt.

Beim o. a. Kommentar machte sich der Kommentierende sogar die Mühe mit dem Link innerhalb des Kommentars den Eindruck zu erwecken, er sei ein „echter“ Leser. Tatsächlich aber war es sein Ziel, einen Link auf seine Webseite oder die eines Kunden zu setzen. Ein klarer Fall von „hinterhältiger“ Suchmaschinenoptimierung.

Detailinfos über einen Kommentar in den WordPress Benachrichtigungsmails

Die Analyse der angegebenen Daten brachte folgendes Ergebnis zu Tage:

  1. Die IP-Adresse verweist auf einen anonymen Proxy-Server in den Niederlanden.
  2. Die angegebene Webseite verweist auf einen Gold/Silber An-/Verkäufer in Marbella.
  3. Die Mailadresse spricht für sich…

Gut getäuscht. Aber solche Kommentare gehören nicht in Ihren Blog.

Ein einfache Lösung SPAM-Kommentare zu identifizieren

In meinen Blogs und vielen Kundenblogs ist die Kommentarfunktion so eingerichtet, dass Kommentare erst nach einer Prüfung/Moderation durch den Blogger freigeschaltet werden. Der Blogger erhält eine E-Mailbenachrichtigung mit dem Inhalt des Kommentars und Informationen über den Verfasser. Hierin werden neben dem Kommentartext auch die E-Mailadresse und Webseite angegeben, die der Kommentierende bei der Abgabe seines Kommentars angegeben hat. So kann man die Inhalte vor dem Veröffentlichen genau prüfen. Dabei liegt die Betonung auf dem Wörtchen „genau“.


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Blogger aufgepasst! Prüfen Sie eingehende Kommentare sorgfältig. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.