wordpress-logoVor einigen Tagen war es wieder soweit. Den Betreibern eines selbst gehosteten WordPress-Blogs stand ein Update auf die Version 3.5.2 ins Haus. Bei früheren Updates brachte dies nicht selten ungeahnte Probleme mit sich. Seit der Version 3.x sind Probleme wie zu Zeiten von 2.x jedoch eher selten. Soweit die Theorie! Natürlich warte ich immer eine gewisse Zeit mit dem Upgrade und stürze mich nicht direkt am ersten Tag in unbekannte Abenteuer.

WordPress schließt zwölf Sicherheitslücken mit seinem Update auf die Version 3.5.2. Das Entwicklerteam rät zu einem schnellstmöglichen Update. Mit dem Fix werden Schwachstellen beseitigt, die Cross-Site-Scripting(XSS), Server-Side-Request-Forgery- (SSRF) und Denial-of-Service-Attacken (DoS) ermöglichen. Das Update sollte also unbedingt durchgeführt werden.

Das aktuelle Update auf Release 3.5.2 führte bei einigen meiner Kundenblogs zu einem Problem, über das auch andere Blogbetreiber in Foren berichten: die Blogs wurden direkt nach dem Upgrade extrem langsam. Lange Ladezeiten waren die Folge. Das ist ärgerlich und meist auch sehr zeitraubend.

Was tut man in einer solchen Situation?

Das Problem kann viele Ursachen haben. Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass besonders Plugins die Ursache für Probleme beim Upgrade auf eine neue Version sein können. Es ist in der Bloggerszene allgemein bekannt, dass nicht alle Plugins, die man in einem Blog einsetzt, zeitgleich mit einem neuen WordPress Release auf den neuesten Stand gebracht werden.  Inkompatibilitäten zu anderen Plugins oder zur aktuellen WordPress-Version können zu vielfältigen Problemen führen. Viele Plugins werden schon vor dem Erscheinen eines neuen WordPress-Release aktualisiert. Andere nicht. Das WordPress Entwicklerteam empfiehlt vor der Aktualisierung alle Plugins zu deaktivieren.

Der Regelfall wäre also:

  1. Plugins deaktivieren,
  2. WordPress aktualisieren,
  3. aktualisierte Version testen,
  4. Plugins Schritt für Schritt einzeln aktivieren und wieder testen

Haben Sie Punkt 1 nicht ausgeführt und kommt es nach der Aktualisierung von WordPress zu Problemen, sollten Sie zunächst nach dem Ausschlussprinzip ein Plugin als möglichen Verursacher ausschließen bzw. identifizieren:

  1. Deaktivieren Sie alle Plugins,
  2. Testen Sie den Blog
  3. Aktivieren Sie jedes Plugin einzeln
  4. Testen Sie den Blog

In beiden Fällen wiederholen Sie die Schritte 3 und 4 solange, bis sie alle Plugins wieder aktiviert haben. Ist ein Plugin die Ursache für das Problem, können Sie es so identifizieren und de-aktiviert lassen bis eine neue Version des Plugins veröffentlicht wird oder Sie suchen nach einer Alternative für dieses Plugin.

Bei zahlreichen Blogs meiner Kunden war das Plugin WP Maintenance Mode der Verursacher für die elend langen Ladezeiten der WordPress-Blogs. Direkt nach der Deaktivierung war das Problem beseitigt. Unklar ist noch, ob ein Konflikt mit einem anderen Plugin oder mit dem WordPress-Update die Ursache war. Wichtig ist zunächst aber nur, dass die Blogs wieder funktionieren wie sie sollen.

Tipp

Ich verwende das Plugin P3 Plugin Profiler und kontrolliere damit regelmäßig die Ladezeiten, die einzelne Plugins beim Seitenaufruf benötigen. So manches Plugin, das man seit Langem aus alter Gewohnheit nutzt, wurde nach Einsatz dieses Tools von den Blogs verbannt. Es gibt immer Alternativen und für viele Dinge braucht man keine Plugins.

 

WordPress Blog wird extrem langsam nach einem Update auf Version 3.5.2. Was kann man tun?